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Ancestors of Hellmut Max Hermann Hartmann

Generation No. 3


      4. Hermann Gottfried Friedrich Hartmann, born 22 Mrz 1826 in Ankum; died 26 Dez 1901 in Buer. He was the son of 8. Johann Heinrich Bernhard Hartmann and 9. Marianne Christiane Meyer. He married 5. Louise Georgine Margarethe Charlotte Krochmann 21 Jun 1853 in Buer.

      5. Louise Georgine Margarethe Charlotte Krochmann, born 02 Okt 1828 in Belm , Bezirk Osnabrück; died 22 Jan 1895 in Lintorf. She was the daughter of 10. Hermann Carl Krochmann and 11. Clara Margaretha Friederike Cordemann.

Notes for Hermann Gottfried Friedrich Hartmann:
Hermann Hartmann war Dr. med.,prakt. Arzt in Lintdorf, Heimatdichter und Altertumsforscher. Der Schulunterricht erfolgte bis zur Konfirmation in den Dorfschulen in Ankum und Neuenkirchen und bei Pastor Lergel in Vorden. 1840 - 1845 Besuch des Realgymnasiums in Osnabrück mit Abitur (Note 2). Studium der Medizin in Heidelberg 2 Semester 1845/46, Göttingen 5 Semester 1846/48. Doktor Examen am 29.07.1848. 1848/49 Semester in Würzburg. Staatsexsamen in Hannover 9.6. und 23.6.1849. Frühjahr 1850 in Berlin und dann in Wien bis 17.7.1850. Anstellungspatent für Lintdorf vom 15.6.1850. Am 25.2.1862 Kauf des Hauses in Lintdorf für 2250 Taler. Hier in Lintdorf erlebte er eine erfüllte Zeit mit erfolgreicher Tätigkeit als Arzt, Heimatdichter und Altertumsforscher mit vielen Ehrenämtern an der Seite seiner tüchtigen Gattin und resoluten Frau, die den finanziellen Teil des Haushaltes in der Hand hatte und außerdem 10 Kinder zur Welt brachte. Er war ein in der ganzen Gegend geschätzter und bekannter Mann.

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Wilhelm Hartmann schreibt im Jahre 1950 folgendes über seinen Vater:

Mein Vater, Herrmann Hartmann, wurde im Jahre 1850 von der Hannoverschen Regierung als Arzt in meinem Heimatdorf Lintdorf ( ein
Bauerndorf am Nordabhang des Wiehengebirges in einer äußerst fruchtbaren Gegend) eingesetzt. Zu seiner Praxis gehörten noch weitere
12 Bauerndörfer mit zusammen ca. 4000 Einwohnern. Ein ausgedehntes Tätigkeitsfeld. Außerdem war mein Vater noch Badearzt für das
etwa 4 km entfernte Bad Hüsede. Seine Tätigkeit hier wurde von dem Besitzer des Bades, dem Bauern Meierkötter, durch Naturalien
entschädigt sowie es die Jahreszeit mit sich brachte. Im Frühjahr Eier, im Sommer Hähnchen und Mehl, im Winter Speck, Schinken und
Würste. Auch durfte die Doktorfamilie baden und Brunnendrinken soviel sie Lust hatte. Wenn auch die Praxis groß war, sodaß heute mehrere Ärzte dort ein Arbeitsfeld gefunden hätten, so wurde mein Vater von den Bauern nicht allzusehr in Anspruch genommen und
hatte Muße, sich als Altertumsforscher zu betätigen. Er hat mehrer Bücher geschrieben besonders über Funde aus der Römerzeit.
Er hat Ausgrabungen einiger alter befestigter Römerlager in unserer Gegend geleitet, hat die Pontes-longi, die langen Bohlenwege, welche
die Römer durch das nördliche Lintdorf gelegene Dammer Moor gebaut hatten, freilegen lassen. Hierbei wurden die wervollsten Funde wie
Broncestatuetten, Waffen, Römermünzen usw. gefunden und im Elternhaus untergebracht, so daß dieses mehr einem Museum als einem
Arzhaushalt glich. Die Sachen wurden nach Vaters Tod dem Osnabrücker Museum übergeben. Wie schon gesagt, wurde mein Vater als
Arzt nicht allzu viel in Anspruch genommen. Krankenkassen gab es damals noch nicht, auch keine Krankenschwestern. Die Bauern
mußten ihren Doktor selbst bezahlen. Aber Geld ausgeben taten diese gerne nicht. Nur wenn die Not am größten war und alle Hausmittel
versagten, gingen sie zum Arzt, leider war es dann oft schon zu spät. Wenn irgend möglich, wurden die Kranken gut in Betten verpackt
auf einem Kastenwagen, Kutschwagen besaßen sie nicht, in die Sprechstunde gefahren, das war das billigste. Solche einmalige
Behandlung kostete 50 Pfennig. Besuchte mein Vater die Kranken im Dorf, so kostete das 1 Mar, fuhr er mit seinem eigenen Gespann
ins Nachbardorf, so mußten die Kranken schon 2 Mark bezahlen, ein Dorf weiter 3 Mark usw. bis 5 Mark. Das war wohl das meiste, was
mein Vater verlangte. Die meisten Bauern zahlten nicht etwa gleich. Sie wollten lieber ihr Geld behalten. Zwischen Weihnachten und
Neujahr schrieb dann die Doktorfamilie Rechnungen. Hierbei durfte der Vater nicht helfen, denn bei seine allzugroßen Gutmütigkeit
versuchte er die Beträge, die ihm zu hoch erschienen, zu kürzen. Meine Mutter konnte das unter keinen Umständen zugeben, denn die
Familie kostete Geld und dieses war oft sehr knapp im Doktorhaus. Nach Neujahr wurde dann unser Knecht Dres mit den Rechnungen
in die einzelnen Dörfer geschickt, wohl ermahnt von der Mutter recht viel Geld heimzubringen, leider mit wenig Erfolg. Die Bauern wollten,
wie er sagte, das Geld selbst bringen. Das taten dann auch die meißten im Laufe des Jahres, aber sie richteten es so ein, daß sie meiner
Mutter nicht in die Hände fielen. Sie ließ nicht mit sich handeln, während mein Vater in seiner Gutmütigkeit sich Abzüge gefallen ließ. Die
Tätigkeit eines Landarztes, der keine Krankenhäuser zur Verfügnung hatte, war eine vielseitige. Er mußte Zähne ziehen, Oprationen
ausführen, Wochenhilfe leisten, innere Krankheiten heilen usw. Da kein Tierarzt in der Nähe war, wurde er oft von den Bauern bei
Tierkrankheiten um Rat gefragt. Mein Vater hatte den Wunsch daß ich Arzt und sein Nachfolger werden sollte. Wenn irgend möglich nahm
er mich auf seine Praxisfahrten mit. Die ärztlichen Instrumente, einige Messer, Schere, Nadeln und Pincetten sowie die Zahnzangen, das
war fast alles, was damals ein Arzt besaß, wurden für alle Fälle mitgenommen. Wenn wir nun in das betreffende Dorf kamen, hatte es sich
schon herumgesprochen, daß der Doktor da war. Wenn er seine Patienten besucht hatte, wurde im Wirtshaus Sprechstunde abgehalten,
pro Kopf 50 Pfennige, Recepte geschrieben, Geschwüre geschnitten und verbunden und auch Zähne gezogen. Hierbei hatte mein Vater
seine besondere Methode. Saß der Zahn im Unterkiefer fest, so setzte sich mein Vater auf einen kräftigen Stuhl. Der Patient mußte sich
auf den Fußboden setzen, damit mein Vater den Kopf mit den Knien festhalten konnte. Saß der Zahn im Oberkiefer, so wurde der Kutscher
Dres zu Hilfe gerufen. Dieser nahm den Kopf des Patienten unter den Arm, damit er sich nicht rühren konnte. Und nun wurde gezogen,
bis der Zahn heraus war. Wenn er abbrach, war es ein besonderes Pech für den Betreffenden, denn das Wurzelziehen wurde damals
noch nicht praktiziert. Einmal wurde auch ein junger Bauer gebracht, der das Bein gebrochen hatte. Der Wirtshaustisch wurde als
Operationstisch hergerichtet, es wurde Kleister gekocht, Schienen von Holz oder Papier gemacht und der Mann auf den Tisch gelegt. Ein
hilfsbereiter Nachbar hielt den Kranken an den Armen fest. Kutscher Dres zog an dem kranken Bein, bis die Knoche richtig voreinander
saßen und mein Vater machte einen kunstgerechten Kleisterverband. Das Bein heilte tadellos, nur blieb es manchmal etwas kürzer als
das gesunde. Solche Kleinigkeiten übersah man aber damals.



More About Hermann Gottfried Friedrich Hartmann:
Fact 4: Sanitätsrat, Dr.
Schulbildung: Bet. 1840 - 1845, Besuch des Realgymnasiums in Osnachbrück
     
Children of Hermann Hartmann and Louise Krochmann are:
  2 i.   Wilhelm Eduard Hubert Hartmann, born 25 Feb 1873 in Lintorf; died 18 Dez 1950 in Rinteln/Möllenbeck; married Clara Albertine Kochs 05 Mai 1905 in Gelsenkirchen.
  ii.   Carl Gottlieb Ludwig Hartmann, born 28 Apr 1854 in Lintorf; died 22 Mai 1922 in Belleville - Amerika; married Wanda Röder; born 17 Aug 1854; died Unknown.
  Notes for Carl Gottlieb Ludwig Hartmann:
Musiklehrer Carl sollte Apotheker werden und war in Neunkirchen in der Lehre. Die Tätigkeit sagte ihm nicht zu. Er ging nach USA, 02.10.1869. Nach mehreren Versuchen mit eigenen Eisenwarenhandlungen die zu nichts führten, wurde er in Belleville Vertreter für eine Brauerei. Die Ehe war glücklich aber kinderlos. Er starb an Blutvergiftung erblindet in auskömmlichen Verhältnissen. Zwischendurch besuchte er mit Frau die Eltern in Lintdorf für einen längeren Zeitraum.

  More About Carl Gottlieb Ludwig Hartmann:
Cause of Death: Blutvergiftung
Religion: Kaufmann in Belleville,Ills,Amerika

  iii.   Bernhard Gottlieb Friedrich Hartmann, born 28 Apr 1854 in Lintorf; died 08 Dez 1908 in Königsberg i. P.
  Notes for Bernhard Gottlieb Friedrich Hartmann:
Bernhard besuchte das Ratsgymnasium in Osnabrück, mußte wegen einer Messerstecherei die Schule wechseln und absolvierte das Gymnasium in Emden mit dem Abitur. Dem Wunsch des Vaters Medizin zu studieren, kam er nicht nach. Er wurde aktiver Soldat. Er trat in Straßburg beim Fußatillerie Bat. II ein. Am 17.10.1876 Offizier. Zum 20.11.1886 abkommandiert zur Oberfeuerwerkerschule in Berlin. 24.9.1889 Hauptmann in Swinemünde. August 1893 Lehrer an der vereinigten Artillerie ind Ingenieur-Schule in Berlin. 1897 nach Königsberg i. Pr. Dann zur Artillerie Prüfungskomission in Berlin. Hier fruchtbare Tätigkeit bei der Entwicklung von Geschützen. Über die Stationen Posen, Graudenz kam er nach Königsberg als Regimentskommandeur und Oberstleutnant. Hier starb er an Lungenentzündung. Er sammelte Altertümer und alte Möbel wie sein Vater. Nach seinem Tode erbten alle Brüder und Schwestern davon. Er war allseits beliebt und wie sein Vater ein sehr guter Gesellschafter.

  More About Bernhard Gottlieb Friedrich Hartmann:
Beruf: unvermählt
Cause of Death: Lungenentzündung
Religion: Oberstleutnant in Königsberg

  iv.   Friederike Charlotte Christiane Hartmann, born 18 Mai 1856; died 02 Dez 1936 in Lintorf; married Louis Holste 10 Nov 1892 in Amsterdam; born 28 Jan 1836; died 23 Jan 1893 in Amsterdam.
  Notes for Friederike Charlotte Christiane Hartmann:
Friederike lebte bis auf die kurze Zeit in Amsterdam in Lintdorf auch nach dem Tode der Eltern bis zu ihrem Tode. Sie ermöglichte den Geschwistern, Neffen und Nichten Ferienaufenthalte in Lintdorf, die von allen sehr begehrt waren. Sie starb an Brustkrebs.

  More About Friederike Charlotte Christiane Hartmann:
Cause of Death: Brustkrebs
Medical Information: Bruskrebs

  More About Louis Holste:
Religion: Kaufmann in Amsterdamm

  v.   Herrmann Hartmann, born 13 Mai 1858 in Lintorf; died 30 Nov 1858 in Lintorf.
  vi.   Charlotte Friederike Johanne Hartmann, born 21 Feb 1860; died Unknown.
  Notes for Charlotte Friederike Johanne Hartmann:
Nach der üblichen Ausbildung kam sie 1876 nach Weinheim in ein Pensionat und nach 1 Jahr zu Meyer (Verwand- schafft) nach Weinheim bis 1878. 1881 begann eine Tätigkeit in Emmendingen und Freiburg als Erzieherin. 1887/88 erfolgte eine Ausbildung im Stift Kappel als Volksschullehrerin ( Abschluß mit sehr gut) bis 1889 am 1.6. Examen. Zum 01.07.1889 in Braubauerschaft Lehrerin und ab 1890 in Schalke-Gelsenkirchen bis zu ihrer Pensionierung. Tante Lotte erfreute sich bei den Geschwistern und vor allem bei den Neffen und Nichten großer Beliebtheit. Sie war ein sehr gern gesehener Gast, alle waren gern bei ihr zu Gast. Sie starb an Speiseröhrenkrebs und hätte einen besseren Tod verdient.

  More About Charlotte Friederike Johanne Hartmann:
Beruf: 1923, Konrektorin
Cause of Death: Speiseröhrenkrebs
Medical Information: Speiseröhrenkrebs
Religion: Lehrerin in Schalke
Schulbildung: unverheiratet

  vii.   Otto Benno Carl Hartmann, born 08 Jun 1862 in Lintorf; died 24 Jun 1927 in Leysin - Schweiz; married Julie Elfriede Kochs 26 Mai 1903 in Gelsenkirchen; born 23 Jun 1880 in Gelsenkirchen; died 16 Dez 1957 in Gelsenkirchen.
  Notes for Otto Benno Carl Hartmann:
Otto besuchte nach der Dorfschule das Gymnasium in Quakenbrück bis zum Einjährigen. Er wanderte dann nach den USA aus und war zunächst bei seinem Onkel Krochmann im Eisenwarenhandel in Texas. Später war er zum Teil selbständig zum Teil Angestellter u. a. in Belleville. 1897 kehrte er nach Deutschland zurück. Er fand eine Stellung in Bremen, machte sich in Wanne selbständig und trat nach der Heirat in die Fa. Eisen Kochs ein. Er war sehr lange krank, hing sehr an Lintdorf und starb an TBC.

  More About Otto Benno Carl Hartmann:
Cause of Death: TBC
Medical Information: TBC
Religion: 1903, Kaufmann in Gelsenkirchen

  viii.   Marie Friederike Louise Hartmann, born 17 Aug 1864; died 02 Nov 1865.
  ix.   Rudolf Gottfried Theodor Hartmann, born 18 Mrz 1867 in Lintorf; died 17 Apr 1867 in Lintorf.
  x.   Johanne Christiane Louise Hartmann, born 25 Apr 1868 in Lintorf; died 07 Mai 1942 in Berlin Charlottenburg; married Karl Hermann Friedrich Schulte 07 Apr 1902 in Lintdorf; born 08 Nov 1868 in Groß Mimmelage; died 08 Nov 1930 in Berlin Charlottenburg.
  Notes for Johanne Christiane Louise Hartmann:
Johanne war nach Beendigung der Dorfschulausbildung in Emden bei Tante Friederike von Senden in Pension. Sie kehrte nach Hause zurück, half im Haushalt. Nach der Hochzeit lebte sie das bekannte Beamtenleben. Sie wohnte während ihrer Ehe in Hannover, Norden, Leer, Jülich, Osnabrück und in Berlin-Charlottenburg. Nach dem Tode des Mannes, der als Regierungsrat an Nephritist starb, lebte sie noch längere Zeit mit dem Sohne zusammen. Sie starb an Alters TBC.

  More About Johanne Christiane Louise Hartmann:
Cause of Death: Alters TBC
Medical Information: Alters TBC

  More About Karl Hermann Friedrich Schulte:
Cause of Death: Nephritist
Religion: Regierungsrat



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